Wie oft trifft man jemanden, von dem man denkt: Mensch, der Typ könnte glatt ein Zombie sein! Aber häufig täuscht man sich. Gut, dass es untrügliche Kennzeichen für Zombies gibt.
Zombies erkennt man am trüben Blick, am verwahrlosten Aussehen, an der bis zur Debilität reichenden geringen Intelligenz, an den langsamen Bewegungen wie in Zeitlupe, an der Schwierigkeit, sich zu artikulieren. Echte Zombies essen kein Menschenfleisch. Das tun sie nur im Film.
Wie man Zombies korrekt herstellt (falls ihr das vorhaben solltet) und was man dazu benötigt, lest ihr hier. Man nennt das übrigens Zombifikation.
Und die ganze Wahrheit über Zombies gibt’s in der nagelneuen Ausgabe von Wunderwelt Wissen bei euch am Büdchen. Da hab ich eine kleine Geschichte über das faszinierende Phänomen der Untoten in Haiti geschrieben.

Das Fachwort dafür heißt Zombifikation. Im neuen Heft von Wunderwelt Wissen habe ich beschrieben wie es geht:
Wer in Haiti gegen die Regeln der Voodoo-Religion verstößt, kann zur Strafe von Hexenmeistern (bokur) in einen Zombie verwandelt werden. Den Vorgang nennt man Zombifikation.
Dafür wird das Opfer mit einem weißen Puder (coupe poudre) vergiftet. Das Pulver enthält als aktive Ingredienz Tetrodotoxin. Das Gift des Kugelfisches ist 500 mal stärker als Zyankali. Es lähmt den Körper, die Atmung und den Herzschlag und versetzt das Opfer in einen komaartigen Todesschlaf.
Bei vollem Bewusstsein, aber absolut hilflos, erlebt das Opfer, wie es für tot erklärt und beerdigt wird. Zwei bis drei Tage verbleibt es in der Gruft. In dieser Zeit führen das Gift, die Angst und der Sauerstoffmangel im Sarg zum Absterben höherer Gehirnregionen, in denen das Bewusstsein, die Intelligenz, die Erinnerung und der Wille lokalisiert sind. Nur der Hirnstamm, der für die primitiveren Körperfunktionen zuständig ist, funktioniert noch.
Später öffnet der Bokur zusammen mit Helfern den Sarg und gibt dem Scheintoten ein pflanzliches Gegengift, das ihn ins Leben zurückholt. Oft wird der Wiederauferweckte noch auf dem Friedhof brutal zusammengeschlagen, um einen eventuell verbliebenen letzten Willensrest zu zerstören. Dann wird er als lebende Leiche zur Sklavenarbeit in abgelegene Zuckerrohrplantagen verbracht.
Eine Diät aus Süßkartoffeln, Zuckersirup und dem halluzinogenen Gift der Stechpalme (Datura) hält ihn über eine beliebige Zeitdauer in dem für Zombies typischen Trance-Zustand.
Mehr in dieser Story in der aktuellen Ausgabe von Wunderwelt Wissen:
