“…bin ich recht erschrocken”

Die Debatte über die Freimaurerei.

Im aktuellen P.M. Magazin beschreibe ich in meiner Titelgeschichte über die Faszination und Psychologie von Geheimlehren neben den perversen Ritualen der Satanisten auch die Religion der göttlichen Einheit, die Kabbala, die Illuminaten und die Freimaurer (“Harmlose geheime Rituale”). Das hat eine ziemliche Debatte ausgelöst. Ich dokumentiere euch einen langen Brief der Freimaurer und meine Antwort hier.

Der Brief der Freimaurer (mit freundlicher Genehmigung des Autors).

Betreff: P.M.-Magazin Nr. 08-2011, Ihr Titelbeitrag über die Geheimlehren

Sehr geehrte Damen und Herren,

obwohl ich sachlich nichts an Ihrer Darstellung der Freimaurer aussetzen kann, bin ich über den Kontext, im dem Sie die Logen darstellen, recht erschrocken. Sie tun damit der Freimaurerei in meinen Augen unrecht. Ich beziehe Ihr Magazin seit Jahren und schätze die Vielfalt und gründliche Recherche Ihrer Beiträge sehr. Daher gehört das P.M. Magazin auch seit Jahren mit sehr positiver Resonanz in die Auslage meiner Wartezimmerlektüre.
In dem oben genannten Beitrag zu den Geheimlehren finde ich es bedauerlich, dass durch die kompakte und knappe Gegenüberstellung der verschiedenen obskuren Vereinigungen im direkten Vergleich mit der Freimaurerei der Eindruck bei Lesern entstehen mag, die Freimaurerei sei ebenso fragwürdig. Vor allem die spektakuläre Schilderung eines Mordfalles aus dem Umfeld der Santanisten zum Einstieg in den Bericht finde ich aus Sicht der Freimaurerei eine sehr unglückliche Wahl, obwohl es nach Ihrer journalistischen Aufffassung vielleicht sogar gelungen erscheint. Freimaurer und sicher auch die anderen der von Ihnen beschriebenen Vereinigungen haben mit derartigen kriminellen Praktiken nichts zu tun und wir möchten damit grundsätzlich nicht verglichen oder in einem Atemzug gemeinsam genannt werden…

Nach dem Jump lest ihr, wie es weitergeht - und meine Antwort

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Die wichtigsten Geheimlehren

Furcht und Faszination: Kabbalisten und Satanisten unterwandern unsere Gesellschaft.

Lest meine große Geschichte über Geheimlehren im neuen P.M. Magazin, mit u.a. diesen Themen:

  • Drusen - die geheimste aller Geheimreligionen
  • Satanisten - religiöse Perversionen und Sexualmagie
  • Kabbalisten - die wichtigste Geheimlehre des Abendlandes
  • Freimaurer - harmlose geheime Rituale
  • Illuminaten - das Geheimnis der Untoten

Außerdem: Die sozio-psychologischen Hintergründe und die Geheimgesellschaft als Bild von Furcht und Faszination. Mehr...

Die Rückkehr der Illuminaten

Zufall, Mode oder Verschwörung? Die Insignien des mysteriösen elitären Geheimbunds erleben 235 Jahre nach dessen Gründung ein Comeback in den Kathedralen der Pop- und Rockkultur.

Schneller als Lady Gaga ist noch nie ein Künstler zum Weltstar geworden. Ende 2008 veröffentlichte die exzentrische Sängerin aus New York ihr erstes Album: »The Fame«. Zwei Jahre später hatte sie 64 Millionen Tonträger verkauft, alle Musikpreise vom Grammy über den Brit-Award bis zum deutschen Echo erhalten, mehr Facebook-Freunde als jeder andere lebende Mensch auf der Welt (über 25 Millionen) und mehr Follower auf Twitter als sonst irgendwer im Universum (7,6 Millionen). Außerdem ist sie die erste Person in der Geschichte der Menschheit, deren Videos über eine Milliarde Mal bei YouTube downgeloaded wurden.

Experten der Semiotik, der Wissenschaft der Zeichen und Symbole, ist Lady Gaga aber aus einem ganz anderen Grund interessant: Ihre Auftritte, ihre Fotos und vor allem ihre Videos wimmeln geradezu von offenen und versteckten Hinweisen auf Dinge, die mit ihrer Musik überhaupt nichts zu tun haben. Bei der Analyse dieser Zeichen haben die Fachleute eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Hinter der grellen Bilderflut, mit der die 25-jährige Künstlerin ihre Musik vermarktet, liegt eine verschlüsselte dunkle Ebene mit mysteriösen Hinweis auf Gehirnwäsche, Folter und Satanismus.

Unter dem Internet-Pseudonym »The Vigilant Citizen« (Der wachsame Bürger) hat sich ein kanadischer Musikproduzent darauf spezialisiert, die versteckten Botschaften zu entschlüsseln. Ihm fielen vor allem vier Symbolmuster auf, die Lady Gaga häufig verwendet:

➔ das alles sehende Auge, das wir von der Freimaurer-Pyramide als Zeichen für die Erleuchtung kennen. Lady Gaga symbolisiert es nicht nur dadurch, dass sie ein Auge verdeckt oder schließt, sondern auch dadurch, dass sie auf einigen Fotos mit einem in die Handinnenfläche gemalten Auge posiert;

➔ die Gesten und die Hörner des angeblich von den Tempelrittern verehrten Dämons Baphomet;

➔ die Kabel, der Funkenflug und die Körperzuckungen beim symbolischen Verabreichen von Elektroschocks. Damit soll angeblich eine Gehirnwäschetechnik dargestellt werden, mit der der amerikanische Geheimdienst CIA experimentiert hat;

➔ zwei Säulen, ein Thron und das Winkelmaß wie im Freimaurer-Tempel.

Aber nicht nur Lady Gaga, auch die Sängerinnen Rihanna und Beyoncé, die Hip-Hop-Produzenten Jay-Z und Kanye West sowie eine ganze Reihe anderer Sängerinnen und Sänger verwenden plötzlich geheimnisvolle Symbole und Zeichen bei ihren Auftritten, auf den CD-Hüllen und in ihren Videos. Gemeinsam ist diesen Künstlern, dass sie im Moment zu den erfolgreichsten der Welt gehören und ganz oben auf der Fame-Pyramide stehen, der Pyramide des Ruhms, wie die Pop-Industrie es nennt.

Für Verschwörungstheoretiker ist klar, wer hinter der Zeichenflut steckt: die Illuminati – ein globaler Geheimbund, der die Erde beherrschen will. Dass er sich als Vehikel dafür jetzt die Unterhaltungsindustrie ausgewählt hat, erscheint den Verfechtern dieser Theorie völlig logisch: Internationaler als Musik ist keine Sprache der Welt, und die Superstars unter den Künstlern sind bekannter als jeder Politiker, Sportler oder Wissenschaftler. Selbst Präsident Obama hat nicht so viele Follower auf Twitter wie Lady Gaga. Popstars sind die Götter der Gegenwart. Von vielen Teenagern werden sie blind verehrt. Wenn diese ihnen über Symbole und Zeichen versteckte Botschaften schicken, werden die eher akzeptiert als von anderen Personen.

Mein ganzer Bericht zu den Geheimzeichen der Illuminati in der Pop- und Rockkultur - jetzt im neuen P.M. Magazin.