Den Hamburger Hafen würden wir gern mitnehmen nach München. Bitte als Geschenk einpacken!
Das ist die Bungee-Anlage im Hamburger Hafen. Im Hintergrund sieht man die neue Hafencity. Als ich heute hier vorbei gefahren bin, wurde oben gerade ein Paar zusammengeschnürt und sprang dann. Offenbar hatte jemand das Gewicht der beiden falsch berechnet, oder war es Absicht? Sie tauchten jedenfalls komplett im brakigen Hafenwasser unter. Das wäre nix für mich!
Serie: Seltsame Schiffe, die bei mir auf der Elbe vorbeifahren (XIV). Gerade eben biegt die Jawor der polnischen Reederei Polsteam vor meiner Nase aus dem Hamburger Hafen in die Elbe ein. Die Jawor ist ein Massengutfrachter der Panamax-Größe (das heißt: sie passt mit 32 Metern Breite gerade noch durch die Schleusen des Panama-Kanals) mit 229 Metern Länge und 80.000 Tonnen Deadweight. Sie fährt nach Ventspils in Lettland.
Vielleicht interessiert euch bei der Gelegenheit mein P.M. Bericht über die MSC Chicago, einen der größten Container-Frachter der Welt. Dann klickt einfach auf das Foto unten.
Serie: Seltsame Schiffe, die bei mir auf der Elbe vorbeifahren (XIII). Gestern bei meiner kleinen Hafenrundfahrt mit dem Radl habe ich die Hoegh Manila am Oswaldkai entdeclt. Das Blechmonster ist 180 m lang, 32 m breit und so hoch wie die neue Elbphilharmonie, die ihr im Hintergrund seht. Ich habe schnell mal nachgecheckt, wieviele Autos da rein passen: 5.200.
Zwei Bücher, die ich euch empfehlen will
Zwei Bücher sind mir in dem großen Stapel von Lesestoff aufgefallen, der in den letzten Wochen auf meinem Schreibtisch gelandet ist.
Beide sind nicht von den Autoren meiner Agentur - und trotzdem lesenswert.
Das erste ist von Ingo Thiel und versammelt auf 144 Seiten Reportagen und Fotos aus dem Hamburger Hafen, die für jeden Hamburg- oder Hafen-Fan Pflichtlektüre sind. Richtig klasse geschrieben ist es nicht, aber trotzdem spannend, weil die Fakten und die Typen so gut sind, die Thiel beschreibt. Alle kommen sie hier vor, von denen ich schon immer mal wissen wollte, was sie genau machen: der Schlepperkapitän, der Hafenkapitän, die Lotsen, die Hafentaucher etc.
Lasst euch vom Titel des Buches nicht abschrecken: Fofftein - das versteht keine Sau. Schade, wahrscheinlich lesen deshalb viele dieses gute Buch nicht.
Das zweite ist ein Buch aus der Psychiatrie - nein, noch besser: ein Buch direkt aus den unergründbaren Tiefen unseres Gehirns. Der kalifornische Psychiater Gary Small hat es geschrieben, ein Alzheimer-Experte. Aber in Als ich die nackte Dame im Kopfstand fand, schildert er seine interessantesten Fälle. Ich finde besonders spannend, wie wenig Ahnung Psychiater in Wahrheit von ihren Patienten haben, und wie oft nur Glück und Zufall zur richtigen Diagnose führen und im schlimmsten Fall eine Katastrophe verhindern. Das gibt er wenigstens unumwunden zu.
Mich erinnert das Buch stark an den Bestseller von Oliver Sacks: Der Mann der seine Frau mit einem Hut verwechselte. Trotzdem ist auch Gary Smalls Buch sehr empfehlenswert.
Eiszeit im Hamburger Hafen. Die Elbe ist zugefroren. Schlepper versuchen, die Fahrrinne frei zu halten. Im Hintergrund seht ihr die Köhlbrandbrücke. Aktuelle Temperatur: -2.0°C.
